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US-General verplappert sich: Haben von britischen Spezialeinheiten in der Ukraine gelernt

US-General Bryan Fenton, Befehlshaber des US Special Operations Command (USSOCOM), verplapperte sich gegenüber der US-amerikanischen Nachrichtenagentur "AP". Die USA hätten "viele Lektionen" von britischen Spezialkräften in der Ukraine gelernt, so Fenton.
US-General verplappert sich: Haben von britischen Spezialeinheiten in der Ukraine gelerntQuelle: Gettyimages.ru

Der Befehlshaber des US Special Operations Command (USSOCOM), General Bryan Fenton, bestätigte indirekt die Präsenz britischer Spezialkräfte in der Ukraine.

Fenton sagte gegenüber der US-amerikanischen Nachrichtenagentur AP, dass die Vereinigten Staaten "viele Lektionen" von den britischen Spezialkräften in der Ukraine gelernt hätten.

In dem Interview mit AP sprach Fenton über Pläne zur Umstrukturierung von US-amerikanischen Green-Beret-Teams auf Grundlage der Erfahrungen der britischen Spezialeinheiten in der Ukraine.

"Eine 12-köpfige Einheit könnte aufgestockt werden", sagte Fenton und erläuterte, dass mit der zunehmenden Technologisierung der Kriegsführung beispielsweise ein Cyberexperte, ein Pilot der Luftwaffe oder ein Kryptologe in den Teams erforderlich sein könnte.

Er führte weiter aus, die Ideen seien aus den Erfahrungen in der Ukraine entstanden, vor allem "mit den Augen unserer britischen Partner für Spezialoperationen, die das nicht nur in ihren Verbänden gemacht haben, sondern auch sehr schnell gelernt haben, dass sie andere Elemente ihrer gemeinsamen Streitkräfte brauchen."

Fenton fügte hinzu, dass britische Kommandos den Rat von Piloten der Royal Air Force zu Drohneneinsätzen benötigten und dass sie auf Marinepersonal angewiesen waren, "um zu verstehen, wie ein Schiff im Schwarzen Meer navigiert, mehr als es ein SOF[Special Operations Forces]-Kollege könnte."

Gegenüber dem Nachrichtenportal Business Insider erklärte ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums lediglich:

"Es ist die langjährige Politik der aufeinanderfolgenden Regierungen, die britischen Spezialeinheiten nicht zu kommentieren."

Die Spezialeinheiten Großbritanniens umfassen mehrere Eliteeinheiten, darunter den Special Air Service, den Special Boat Service, das Special Reconnaissance Regiment, die Special Forces Support Group, das 18 Signal Regiment und den Joint Special Forces Aviation Wing.

Auch die Royal Marine Commandos und das Ranger Regiment verfügen über sondereinsatztaugliche Kräfte.

Ukrainische Kommandeure hatten schon im April 2022 gegenüber der Times zugegeben, dass britische Spezialeinheiten in der Ukraine seien, um ukrainische Rekruten an den von Großbritannien gelieferten Panzerabwehrraketen, den sogenannten NLAWs, auszubilden.

Ein namentlich nicht genannter, hochrangiger europäischer Verteidigungsbeamter hatte der Financial Times im Februar gesagt: "Jeder weiß, dass sich westliche Spezialeinheiten in der Ukraine aufhalten ‒ sie haben es nur nicht offiziell zugegeben."

Mittlerweile hat der französische Präsident Emmanuel Macron mehrfach darüber spekuliert, offiziell NATO-Truppen in die Ukraine zu entsenden.

In einem Gespräch mit The Economist sagte Macron Ende April:

"Ich schließe nichts aus, weil wir es mit jemandem zu tun haben, der nichts ausschließt [...] Wir haben zweifellos zu zögerlich gehandelt, indem wir die Grenzen unseres Handelns gegenüber jemandem definiert haben, der keine mehr hat und der der Aggressor ist."

Macron hatte hinzugefügt, er würde die Entsendung von Truppen in Erwägung ziehen, "wenn die Russen die Frontlinien durchbrechen" oder "wenn es ein ukrainisches Ersuchen gäbe ‒ was heute nicht der Fall ist".

Moskau hatte zuvor mit deutlichen Warnungen auf einige von Macrons Äußerungen reagiert und erklärt, dass Truppen, die in die Ukraine geschickt würden, das gleiche Schicksal erleiden würden wie Napoleons Armee, die mehr als 300.000 Männer verlor, als sie 1812 in Russland einmarschierte.

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