Liveticker Ukraine-Krieg – Putin: Kiews Truppen sind auf dem Rückzug

28.06.2026 17:02 Uhr
17:02 Uhr
Kiew will von Verbündeten knapp 130 Milliarden Euro in kommenden Jahren
Die Ukraine benötigt im Zeitraum von 2026 bis 2029 insgesamt 145,9 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 128 Milliarden Euro) an externer Finanzierung, heißt es in einer Haushaltsprognose des ukrainischen Finanzministeriums.
Die entsprechende Erklärung erscheint im Ergebnis der Treffen zwischen Ministern und Ministerinnen für Finanzen der Ukraine, Großbritanniens und Litauens am 25. und 26. Juni im Rahmen der Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine in Gdańsk (Danzig).
Trotz der finanziellen Unterstützung der westlichen Verbündeten, einschließlich des 90-Milliarden-Euro-Kredits, bleibt der Finanzierungsbedarf der Ukraine erheblich, erklärt der ukrainische Finanzminister Sergei Martschenko. Weitere internationale Unterstützung sei entscheidend für die Stabilität, die Finanzierung der zivilen Haushaltsausgaben und den Wiederaufbau der Ukraine.
16:00 Uhr
Putin: Kiews Truppen sind auf dem Rückzug
Ukrainische Truppen ziehen sich auf dem Schlachtfeld zurück, erklärt der russische Präsident Wladimir Putin. Aus diesem Grund greife die Ukraine zu terroristischen Aktionen. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert das Staatsoberhaupt mit den Worten:
"Das Kiewer Regime zieht sich entlang der gesamten Frontlinie zurück und geht deswegen zu offenbar terroristischen Aktionen über. Wie sonst soll man gezielte Angriffe gegen Zivilisten und zivile Objekte sowie die nahezu offene Rekrutierung von Abtrünnigen in unserem Land für Sabotageakte und Terroranschläge bezeichnen?"
15:08 Uhr
Geran-Drohnen zerstören ukrainische MiG-29-Kampfjets

Russische Drohnenpiloten haben einen Angriff auf den Flugplatz Wosnessensk in dem ukrainischen Gebiet Nikolajew geflogen. Dabei wurden zwei MiG-29-Kampfflugzeuge sowie mehrere Unterstützungsfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte zerstört. Bei dem Angriff wurden zwei "Geran-4 Seeker"-Drohnen eingesetzt.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:38 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Getreidefelder im Gebiet Saporoschje an
Gouverneur Jewgeni Balizki wirft den ukrainischen Streitkräften vor, Getreidefelder im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje mit Drohnen in Brand zu setzen. Zuletzt habe der Gegner zwei größere Brände in den Bezirken Melitopol und Berdjansk ausgelöst. Das Feuer habe eine Fläche von zwei beziehungsweise 20 Hektar ergriffen. Die Brände seien umgehend gelöscht worden. Dazu teilt der Politiker mit:
"In den letzten 24 Stunden hat es mindestens 18 barbarische Drohnenattacken des Gegners gegeben. Dabei wurden zivile Objekte, Autos und Landwirtschaftsflächen angegriffen. Wir sehen, dass das Ziel der Bandera-Anhänger nicht ein militärischer Erfolg ist, sondern die Einschüchterung und Tötung von Zivilisten, die Zerstörung von Logistik und Lebensmittelsicherheit."
Nach Angaben von Balizki seien am vergangenen Tag sechs friedliche Einwohner des Gebiets Saporoschje verletzt worden. Ein weiterer Zivilist sei ums Leben gekommen.
14:09 Uhr
Polen befürchtet russische Übergriffe an NATO-Ostflanke
Die polnische Führung sieht ein wachsendes Risiko russischer Provokationen an der NATO-Ostflanke. Die Zeitung Rzeczpospolita zitiert den Chef des Auslandsgeheimdienstes, Oberst Paweł Szota, mit den Worten:
"Wir sehen die Ereignisse in der Ukraine und dass der Krieg für Russland derzeit nicht gut läuft. Das ist ein Grund zur Besorgnis, dass Moskau die Situation weiter eskalieren könnte."
Seiner Einschätzung nach könnte es einen begrenzten Angriff auf die baltischen Staaten geben, da Russland systematisch rote Linien überschreite, um die Reaktion der NATO zu testen.
"Die Kosten solcher Provokationen sind gering, aber das Bündnis reagiert vor allem politisch, was zu weiterer Eskalation einlädt."
Ähnlich hatte der polnische Außenminister Radosław Sikorski vergangene Woche vor möglichen Aktionen der Russen unter falscher Flagge gewarnt.
Russlands Präsident Wladimir Putin und andere Mitglieder der russischen Führung weisen regelmäßig solche Vorwürfe zurück.
13:34 Uhr
Ukrainische Drohnen zerstören Schulbusse im Gebiet Cherson
Gouverneur Wladimir Saldo wirft der Führung in Kiew vor, zivile Infrastrukturen im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson absichtlich zu zerstören, um den Ortsansässigen das alltägliche Leben zu erschweren. Auf Telegram schreibt der Politiker, dass das ukrainische Militär in der vergangenen Nacht einen Parkplatz für zivile Busse mit Drohnen angegriffen habe. Unter den zerstörten Fahrzeugen seien auch 14 Schulbusse.
"Ich will den Führern der NATO-Staaten, die das Kiewer Regime unterstützen, eine einfache Frage stellen. Gegen wen kämpft die Ukraine heute? Gegen Schüler? Gegen Kinder, die zum Unterricht fahren sollten? Gegen friedliche Einwohner, die öffentliche Verkehrsmittel brauchen?"
Die Attacke gegen die zivile Busflotte habe nichts mit den Kampfhandlungen zu tun. Dies sei eine "Untat von Schuften", die bewusst zivile Infrastrukturen zerstörten, sagt Saldo. Die Täter werde man über kurz oder lang zur Verantwortung ziehen.
Nach Angaben der Behörden des Bezirks Skawosk seien als Folge der Drohnenattacke insgesamt 40 Busse ausgebrannt.
13:06 Uhr
Strack-Zimmermann begrüßt Einschränkung des Flüchtlingsschutzes für wehrfähige Ukrainer
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat die Entscheidung der EU-Kommission begrüßt, wehrfähigen Ukrainern nicht mehr wie allen anderen Flüchtlingen aus dem Land pauschal Aufnahme zu gewähren. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte die FDP-Politikerin:
"Die Ukraine verteidigt seit über vier Jahren ihre Existenz, und mit ihr die Freiheit ganz Europas, gegen einen brutalen Angreifer. Ein Land, das in diesem Überlebenskampf steht, ist auf seine Bürger angewiesen. Wie es seine Wehrpflicht ausgestaltet, ist zuallererst eine Entscheidung der Ukraine selbst, und der Wunsch dazu kommt ausdrücklich aus Kiew."
Die Einschränkung müsse jedoch rechtsstaatlich sauber erfolgen. Das Recht auf einen Asylantrag und auf eine Prüfung des Einzelfalls bleibe unberührt, humanitäre Härten müsse die EU im Blick behalten, so Strack-Zimmermann.
Die EU-Kommission will den vorübergehenden Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine bis zum 4. März 2028 verlängern. Künftig soll der Schutzstatus allerdings nicht mehr für neu Ankommende gelten, die die Ukraine nach ukrainischem Recht wegen ihrer Wehrpflicht nicht verlassen dürfen.
12:40 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei weitere Ortschaften befreit

SymbolbildJEWGENI BIJATOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Werchneje Pestschanoje, Luschki und Petruschewka im Gebiet Sumy sowie Bely Kolodes, Moskalewka, Semljanki, Rubeschnoje, Stariza und Sosnowy Bor im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe mehr als 210 Armeeangehörige verloren. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, zehn Autos, drei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Krestischtsche, Schtschurowo, Raigorodok und Majaki in der Donezker Volksrepublik (DVR) sowie Losowoje, Gussinka, Podliman, Smorodkowka und Monatschinowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Zudem setze die russische Armee ihren Vormarsch in der Ortschaft Krasny Liman fort, wo sie zuletzt 59 Gebäude befreit und bis zu 30 ukrainische Kämpfer eliminiert habe. Insgesamt seien am jeweiligen Frontabschnitt bis zu 210 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 15 Autos und drei Geschütze zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei Einheiten der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Druschkowka, Nowonikolajewka, Nikanorowka, Nikolaipole, Orechowatka, Nikolajewka und Alexejewo-Druschkowka in der DVR getroffen. In der Ortschaft Konstantinowka seien 26 Gebäude befreit und bis zu 100 ukrainische Soldaten eliminiert worden. Das russische Ministerium beziffert die gesamten gegnerischen Personalverluste am jeweiligen Frontabschnitt auf mehr als 210 Armeeangehörige. Der Gegner habe außerdem zwei Transportpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 24 Autos und zwei Geschütze verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Nowopawlowka, Nowopodgorodnoje, Tschugujewo, Iwanowka und Meschewaja im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Lenina, Kutscherow Jar, Dobropolje, Grusskoje, Sergejewka, Matjaschewo und Swetloje in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 300 Soldaten verloren. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, drei Autos, eine Radaranlage und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe die Ortschaften Pissanzy im Gebiet Dnjepropetrowsk und Nowossjolowka im Gebiet Saporoschje unter seine Kontrolle gebracht. Außerdem seien ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Malinowka, Wassinowka und Ljubizkoje im Gebiet Saporoschje sowie Podgawrilowka, Kriwobokowo, Romanki, Schirokoje und Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen worden. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 490 Kämpfer. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, sechs Autos und vier Geschütze seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Grigorowka und Orechow im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 40 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe außerdem 14 Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energie- und Verkehrsanlagen, ein Lager mit unbemannten Wasserfahrzeugen und 141 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Auf einem ukrainischen Militärflugplatz seien zwei Kampfjets des Typs MiG-29 zerstört worden. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden sieben Lenkbomben, eine HIMARS-Rakete und 590 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 673 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 170.750 Drohnen, 664 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.945 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.749 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.545 Geschütze und Mörser verloren.
12:07 Uhr
Fico lehnt neue NATO-Hilfen für Ukraine ab
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat sich gegen die Pläne der NATO ausgesprochen, der Ukraine beim bevorstehenden Gipfel der Allianz in Ankara umfangreiche finanzielle und militärische Hilfe zuzusagen. Gegenüber slowakischen Medien erklärte Fico am 27. Juni, er lehne die NATO-Vorschläge ab, die er als "massiv" bezeichnete. Außerdem kündigte er Gespräche mit dem slowakischen Verteidigungsminister Robert Kaliňák an. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Delegation aus Bratislava ohne Mandat zum Gipfel reist, um die Slowakei in weitere "Militärdarlehen oder finanzielle Beiträge" einzubeziehen.
Ficos Äußerungen fielen weniger als zwei Wochen vor dem jährlichen NATO-Gipfel, der am 7. und 8. Juli in der Türkei stattfinden wird. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij ist zur Teilnahme eingeladen. Berichten zufolge wollen die Mitgliedstaaten dort milliardenschwere neue Waffen- und Hilfspakete für die Ukraine beschließen.
11:36 Uhr
Starobelsk: Kein Kind sollte sterben müssen

In diesem Dokumentarfilm geht es um den Drohnenangriff vom 22. Mai 2026 auf eine Berufsschule in Starobelsk, bei dem die ukrainischen Streitkräfte schlafende Schüler kaltblütig getötet haben. Dabei kamen 21 Menschen ums Leben, mehrere Dutzend wurden verletzt. Diese jungen Menschen hatten davon geträumt, Lehrer zu werden und später an Schulen zu arbeiten. Einige planten sogar bereits ihre Hochzeit. Doch ihre Träume wurden unter den Trümmern begraben.
Das Filmteam besuchte die Überreste des Wohnheims und sprach mit Schülern und Lehrern, die den Angriff überlebt hatten. Ziel war es, die schrecklichen Ereignisse im Detail zu rekonstruieren. Unter anderem auch mit Elena Jurjewa, einer Lehrerin, die mehr als 30 verletzte Schüler rettete.
Den Dokumentarfilm gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


