
Neue Erkenntnisse zu Leipzig: Dritte Drohne und Sprengstoff bereits entdeckt

Im Fall des mutmaßlichen Anschlagsversuchs am Flughafen Leipzig sind neue Details bekannt geworden. Demnach sollen Anfang August insgesamt drei Drohnen im Zusammenhang mit dem Vorfall eingesetzt worden sein.

Eine mit Sprengstoff bestückte Drohne war nahe eines ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugs entdeckt worden. Eine zweite Drohne soll möglicherweise mit einem DHL-Frachtflugzeug kollidiert sein.
Die dritte Drohne wurde den Berichten zufolge bereits am 14. August auf einem Feld im Kabelsketal nahe dem Flughafen entdeckt. Am folgenden Tag fanden Ermittler dort demnach außerdem rund 50 Gramm einer Substanz, bei der es sich um den hochexplosiven militärischen Sprengstoff Hexogen handeln könnte.
Der Fund der Sprengstoff-Drohne Anfang August löste Alarm aus. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem "schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland".
Für Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, CSU, steht zudem fest, dass hinter dem Vorfall möglicherweise mehr steckt: "Leipzig ist kein singulärer Fall, sondern Leipzig ist Teil eines größeren Gebildes, mit dem wir es zu tun haben."
Wer tatsächlich hinter dem Drohnen-Einsatz steckt, ist bislang ungeklärt. Nicht ausgeschlossen wird auch eine sogenannte False-Flag-Operation, bei der bewusst der Eindruck erweckt werden soll, Russland stecke hinter dem Vorfall. Eine mögliche Beteiligung ukrainischer Akteure ist dabei eine der denkbaren Erklärungen – belastbare Belege dafür liegen bislang allerdings nicht vor.
Die neuen Angaben stammen aus Sicherheitskreisen. Eine offizielle Bestätigung der Bundesanwaltschaft zu den aktuellen Erkenntnissen liegt bislang nicht vor.
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