Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee setzt Angriffe auf gegnerische Hafeninfrastruktur fort

12.10.2026 12:11 Uhr
12:11 Uhr
Gebiet Cherson: Mehrere Opfer nach Angriffen auf Bezirk Aljoschki

Telegram-Kanal von Ruslan Chomenko In der vergangenen Woche hat der Gegner seine Attacken auf die Zivilbevölkerung des Grenzbezirks Aljoschki im Gebiet Cherson fortgesetzt.
Nach Angaben des Leiters des Bezirks, Ruslan Chomenko, sind dabei drei Zivilisten ums Leben gekommen. Ein Mann sei seinen Verletzungen bei einem Angriff auf ein Auto erlegen. Die Einschläge in Wohnhäuser hätten das Leben von zwei weiteren Zivilisten gefordert.
Acht weitere Personen hätten Verletzungen unterschiedlichen Grades erlitten.
"Zivilisten wurden verletzt, während sie sich auf der Straße, in Innenhöfen, in der Nähe von Geschäften oder am Steuer befanden […] Der Feind führt Krieg gegen die Zivilbevölkerung."
Die Zerstörungen hätten vor allem Wohnhäuser betroffen, so Chomenko. Zudem seien weitere zivile Objekte unter Beschuss der ukrainischen Streitkräfte geraten, darunter ein Kindergarten, eine orthodoxe Kirche, ein Schönheitssalon, ein Geschäft, Energieobjekte sowie Kommunikations- und Wasserversorgungsanlagen.
11:39 Uhr
Gebiet Belgorod: Binnen 24 Stunden ein Toter und sechs Verletzte
Nach Angaben des Gouverneurs des Gebietes Belgorod, Alexander Schuwajew, sei ein ziviler Einwohner infolge ukrainischer Angriffe ums Leben gekommen. Sechs weitere, darunter zwei Minderjährige, hätten Verletzungen erlitten. Zwei der Verwundeten seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Insgesamt seien elf Bezirke angegriffen worden, so Schuwajew weiter. Die ukrainischen Streitkräfte hätten das Gebiet viermal mit Artillerie beschossen. Zudem habe der Gegner achtmal Sprengsätze mittels einer Drohne abgeworfen.
In den vergangenen 24 Stunden seien insgesamt 92 Drohnen abgeschossen worden, fügt Schuwajew hinzu.
11:10 Uhr
Peskow kommentiert Trumps Aufruf zur Ablösung von Selenskij
US-Präsident Donald Trump habe die Ukrainer dazu aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt zu wählen, da der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij keinen politischen Willen zur Beendigung des Konflikts zeige. Dies erklärt der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, gegenüber RIA Nowosti.
"Trump hat gesagt, er sei der Ansicht, dass die Zeit für einen neuen Präsidenten gekommen sei. Warum? Weil der Präsident der Ukraine sehr verantwortungsvolle und sehr schwierige Entscheidungen treffen muss, um diesen Krieg zu beenden. Entweder übernimmt Selenskij diese Verantwortung und zeigt den entsprechenden politischen Willen, oder er tut es nicht."
Der Kreml-Sprecher merkt an, dass Selenskij dies bislang nicht tun wolle.
10:38 Uhr
Medien: Witkoff und Kushner verschieben ihren Besuch in Moskau
Angesichts der Krise mit der Ukraine hätten die Sondergesandten des US-Präsidenten, Steve Witkoff und Jared Kushner, ihre geplante Reise nach Moskau vorerst auf Eis gelegt, bis klar sein werde, ob die Ukraine und die Europäer bereit seien, "einem neuen, gemeinsamen Vorschlag für den russischen Präsidenten Wladimir Putin zuzustimmen", schreibt Axios.
Ein ukrainischer Regierungsvertreter teilt Axios mit, dass Witkoff und Kushner während eines Treffens mit US-Unterhändlern in der vergangenen Woche in Miami damit gedroht hätten, Trump könne die Weitergabe von US-Geheimdienstinformationen an Kiew einstellen, sollte die Ukraine seine Forderungen weiterhin ignorieren.
Ein US-Vertreter habe jedoch diese Information dementiert und erklärt, Witkoff und Kushner hätten den Ukrainern gegenüber betont, dass die USA ein starker Partner seien, der Munition und Geheimdienstinformationen liefere. Daher solle die Ukraine keine Maßnahmen ergreifen, die US-Verbrauchern schaden würden.
09:56 Uhr
Russische Armee setzt Angriffe auf gegnerische Hafeninfrastruktur fort

Hafen von OdessaPierre Crom/Getty Images In der vergangenen Nacht habe das russische Militär seine Angriffe mittels Drohnen auf Objekte der ukrainischen Hafeninfrastruktur sowie auf Seeschiffe fortgesetzt, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte operieren. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau am Morgen mit.
Infolge einer Attacke sei ein Frachtschiff auf See getroffen worden, das militärische Güter in den Hafen von Odessa transportierte.
09:13 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehr als 150 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Montag haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, dass die Luftabwehr insgesamt 151 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Rostow, Smolensk, Twer, Tula, Jaroslawl, der Region Moskau, der Teilrepublik Krim sowie den Gewässern des Schwarzen Meeres zerstört.
08:30 Uhr
Medien: Trump verärgert über Kiew und will Ende der Ölraffinerie-Angriffe

Wladimir Selenskij und Donald Trump während des NATO-Gipfels in Ankara am 8. Juli 2026Win McNamee/Getty Images Donald Trumps Ankündigung am Sonntag bezüglich eines Energie-Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine soll sich auf eine mögliche Vereinbarung beziehen, die einen beiderseitigen Verzicht auf Angriffe gegen Ölraffinerien vorsieht. Trump erwarte von Wladimir Selenskij, dass er sich daran halten werde. Dies erklärt Axios unter Berufung auf einen Vertreter des Weißen Hauses.
Die Quelle habe weiter präzisiert, dass nach einer Einstellung der Angriffe auf Ölraffinerien, als nächster Schritt eine Vereinbarung folgen könne, nach der auch Kraftwerke und Energienetze von Angriffen auszunehmen seien.
Der Vorschlag "Raffinerie gegen Raffinerie" sei unausgewogen, sagt ein ukrainischer Vertreter gegenüber Axios. Ihm zufolge verfüge das Land nur über eine einzige Ölraffinerie, die nach Attacken nicht voll funktionsfähig sei. Russland hingegen besitze ein riesiges Netz an Raffinerien.
Vertreter des Weißen Hauses warnten, dass die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien die Beziehungen zwischen Trump und Selenskij stärker belasten könnten, als sie Russland selbst schadeten. Eine Quelle sagt:
"Trump ist wirklich verärgert. Er hat das Gefühl, dass Selenskij die USA als selbstverständlich betrachtet."
07:34 Uhr
Truppenverband Nord neutralisiert in der Nacht Dutzende ukrainische Kämpfer
Artilleriebesatzungen des russischen Truppenverbands Nord hätten in der vergangenen Nacht mit Unterstützung von Drohneneinheiten mehr als 200 Feueraufgaben in den Gebieten Charkow und Sumy ausgeführt. Dies teilt die Pressestelle des Truppenverbands gegenüber TASS mit. Durch den Einsatz von Artillerie und Mehrfachraketenwerfern seien zwei Mörser, eine Haubitze vom Typ D-30, zehn Drohnenleitstellen, 66 Soldaten sowie elf geländegängige Fahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte neutralisiert worden, hieß es.
Im Zuge der Durchführung von Kampfeinsätzen hätten die Drohnenbesatzungen die Bewegung von Feuergruppen und die Standorte von Drohnenleitstellen in den Gebieten Charkow und Sumy aufgedeckt. Ein gepanzertes Kampffahrzeug vom Typ UAT-Tisa, zwei Feuergruppen, 22 Oktokopter vom Typ R-18 sowie elf Drohnen der Streitkräfte der Ukraine seien dabei zerstört worden.
Zudem hätten die Luftabwehreinheiten des Verbands in der Nacht insgesamt 189 gegnerische Drohnen abgeschossen, die in Richtung der russischen Grenzregionen geflogen waren.
11.10.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:57 Uhr
Selenskij zu Trumps Waffenruhe-Ankündigung: Armee hat Befehle bekommen
Nach der Ankündigung eines "energetischen Waffenstillstands" in der Ukraine durch US-Präsident Donald Trump erklärte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij in einer Videobotschaft, die Streitkräfte seines Landes hätten "alle entsprechenden Befehle" erhalten.
Um welche Befehle es sich handelt, präzisierte Selenskij nicht. Er betonte jedoch, dass die Ukraine jedes reale und verlässliche Format einer Waffenruhe und Beilegung unterstützen werde.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


