Europa

Bunin und Co: Italienischer Verlag startet neue Reihe zur Ehre russischer Literatur

Ein italienischer Verlag startet eine Buchreihe zur russischen Literatur. Damit leistet er in einer schwierigen Zeit einen wichtigen kulturellen Beitrag. Den Lesern werden sowohl literarische Größen als auch in Italien wenig bekannte Autoren vorgestellt.
Bunin und Co: Italienischer Verlag startet neue Reihe zur Ehre russischer LiteraturQuelle: Sputnik © RIA Nowosti/Wladimir Wjatkin

Der italienische Verlag Visione Editore hat eine umfangreiche Buchreihe mit dem Titel "Die Giganten der russischen Kultur" ("I Giganti della cultura russa") vorgestellt, die den großen Werken der russischen Literatur gewidmet ist. Angesichts der Ausgrenzung, der die russische Kultur im Westen in den letzten Jahren ausgesetzt war, wirkt dieser Schritt fast schon provokativ. Die Reihe startete im Mai, weitere Bände sollen monatlich erscheinen.

Das Projekt umfasst zwölf Bücher russischer Autoren, von denen einige den italienischen Lesern zum ersten Mal vorgestellt werden. Zu den Autoren der Reihe gehören Fjodor Sologub, Alexander Kuprin, Iwan Bunin und Andrei Bely. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den italienischen Journalisten Andrea Lucidi, Korrespondent des italienischen Fernsehsenders Visione TV, der mit dem Verlag verbunden ist. Lucidi erklärte im Gespräch mit dem Verlag, dass dieses Projekt als wichtige kulturelle Geste Italiens betrachtet werden könne, und betonte:

"Diese Initiative ist vor allem wegen der aktuellen Lage in Europa von großer Bedeutung, da die russische Kultur nicht selten zum Spielball des politischen Treibens wird. In einer Zeit der Spannungen zwischen Russland und Europa wendet sich der italienische Verlag erneut der russischen Klassik zu und lädt die Leser dazu ein, sowohl bekannte als auch weniger bekannte Werke russischer Schriftsteller zu entdecken. Die russische Literatur bleibt eine der tiefgründigsten und bedeutendsten Traditionen der Weltkultur, und ihre Werke sprechen den Leser weiterhin an, unabhängig von der politischen Lage."

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