Erdoğan zum Mekka-Abkommen: "Gegenseitige Beistandspflicht wie in NATO-Artikel 5"

In einem am 16. August 2026 veröffentlichten Interview mit dem katarischen Sender "Al Jazeera" hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sich zu dem neuen Verteidigungsbündnis zwischen Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei geäußert. Das türkische Staatsoberhaupt erklärte, im sogenannten "Mekka-Abkommen" werde ein ähnliches Konzept wie im fünften Artikel der NATO auf die gemeinsame Verteidigung angewendet.

Der am 7. August 2026 im saudischen Mekka unterzeichnete Verteidigungspakt sei aber nicht auf die drei Gründungsmitglieder beschränkt, so Erdoğan weiter. Zwar richte sich das Abkommen derzeit gegen "die zwei im Nahen Osten einzigen außerhalb ihrer Grenzen aktiven Länder, Israel und Iran", es stünde aber jedem weiteren Land der Region offen, "sich jederzeit diesen drei Ländern anzuschließen".

Mehr zum ThemaIm Schatten des Iran-Kriegs: Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichnen Verteidigungsabkommen