Dem angekündigten weiteren Stellenabbau beim Sportwagenhersteller Porsche könnten nach Informationen des Handelsblatts bis zu 4.000 zusätzliche Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Besonders betroffen sind dem Bericht zufolge Mitarbeiter in den Bereichen Management und Verwaltung. Am Entwicklungsstandort Weissach bei Stuttgart sollen rund 30 Prozent der Kapazitäten auf den Prüfstand kommen.
Betroffen sind davon auch Christiane Zorn, die bislang die Region "Übersee und Wachstumsmärkt" verantwortete, sowie Maryam Djavadi, die erst vor etwa einem Jahr vom Kaufhaus Harrods zu Porsche wechselte und die Abteilung für Luxus- und Exklusivitätsprogramme leitete. Auch die dritte Managerin, Europachefin Iryna Kauk, muss nun gehen.
Ein wesentlicher Treiber des Niedergangs sind die enttäuschenden Verkäufe bei Elektrofahrzeugen sowie die massiven Einbrüche in China und den USA – letztere auch bedingt durch die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und die hohe Inflation in Übersee. Ausgerechnet jene E-Mobilität, die von Berlin und Brüssel gefordert wird und vom Management der Stuttgarter mitsamt hoher Frauenquote ehrfürchtig umgesetzt wurde, erweist sich für Porsche als immer stärker werdende Last – eine ähnlich woke Entwicklung hatte zuvor auch der britische Konzern Jaguar genommen.
Dazu kommt ein chinesischer Markt, der sich zunehmend von westlichen Anbietern abwendet. Peking drängt mit günstigen Preisen und technisch immer hochwertigeren Modellen nach vorn – nicht zuletzt massiv durch deutlich günstigere, staatlich subventionierte Energiepreise.
Die schwachen Zahlen verstärken nun den Handlungsdruck in Stuttgart: Im ersten Quartal 2026 sanken die Auslieferungen um knapp 15 Prozent auf rund 61.000 Fahrzeuge. Der operative Gewinn fiel um fast 22 Prozent auf 595 Millionen Euro. Die operative Marge rutschte von 8,6 auf 7,1 Prozent – weit entfernt vom früheren Zielkorridor von 20 Prozent.
Die zuletzt massiv unter die Räder gekommene Aktie von Porsche – die 2025 sogar aus dem Dax flog – reagierte am Montag sofort: Sie stieg um knapp zwei Prozent auf 47 Euro, als die Nachricht des Stellenabbaus bekannt wurde.
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